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Landkarte der Gegend

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Ätna, Heim des Mythos

"Ich hatte von den schillernden Farben des Sonnenaufgangs über dem Ionischen Meer, wenn man ihn vom Ätna aus anschaut, gehört.
Und so beschloss ich auf den Berg zu steigen; wir kamen von dem Bereich der Weinreben zu dem der Lava und dann zu dem mit Schnee bedeckten.
Der Junge mit den Beinen eines Tänzers rannte auf den steilen Abhängen; die Wissenschaftler, die mich begleiteten, stiegen mit Maultieren hinauf.
Auf dem Gipfel war eine Schutzhütte erbaut worden, wo man den Sonnenaufgang abwarten konnte.
Dieser kam endlich zutage: Ein immenser schillernder Streifen, erstreckte sich von einem Horizont zum anderen, seltsame Feuer leuchteten auf dem Eis des Gipfels, die Weite des Landes und Meeres öffnete sich vor unseren Augen bis nach Afrika, welches man erkannte und nach Griechenland, dessen Umrisse man erraten konnte.
Dies war einer der größten Augenblicke meines Lebens.
Es hat nichts gefehlt; nicht der goldene Streifen einer Wolke, nicht die Adler, nicht der Schenk der Unsterblichkeit."

So erzählt Margerite Yourcenar die intensive und unvergessliche Erfahrung des Aufstiegs auf den Ätna in "Die Memoiren des Kaisers Hadrian".

Der höchste aktive Vulkan Europas, der mit seinen 3323 Metern in der kollektiven Vorstellungswelt der antiken und modernen Einwohner und Besucher der Insel, als Quelle von Leben und Gesundheit, aber auch als strenge Warnung davor die unbändige Stärke der Natur herauszufordern, verwurzelt ist.

Sein kolossales Profil und seine spektakuläre Vulkantätigkeit haben ihn seit dem Altertum zum Protagonisten von Mythen und Legenden gemacht.

Im vorsokratischen Griechenland nahm der Philosoph Empedokles den Ätna zum Beispiel, um die Unvergänglichkeit der Naturkräfte zu beweisen, ein kleines Universum in dem Feuer, Luft, Wasser und Erde sich fortwährend verwandeln.

Selbst Dante erinnert in seiner "Göttlichen Komödie" an die Legende, dass der Ätna aus der Strafe die Zeus den beiden Titanen Encelado und Tifeo aufgrund ihrer Unverschämtheit auferlegte, entstand. Der König der Götter schleuderte einen schweren Felsblock gegen sie und verdammte sie dazu bis in die Ewigkeit ihren Zorn herauszuschnauben.

Außerdem lag im Inneren des Berges, nach Homer, die große Schmiede des Gottes Vulcanus, in der die Waffen von Achilles, dem Helden der Ilias und der Zerstörung von Troia geschmiedet wurden.

Später sangen Theokritos und Ovidio von der tragischen und leidenschaftlichen Liebe zwischen Acis und Galatea, die von Polyphem zerstört wurde, da er die Nymphe Galatea liebte und so ihren Geliebten tötete. Daraufhin wurde er von Zeus verurteilt und in einen knurrenden Berg mit nur einem brennenden Auge verwandelt: Dem Ätna eben.

Als wesentliche Etappe der Grand Tour, die für die Adeligen und das Großbürgertum Europas bestimmt war, wurde der Aufstieg zum Ätna durch die Werke berühmter Intellektueller und Künstler wie Goethe und Maupassant verewigt. So trugen diese dazu bei, die Entdeckung der Gegend als Land der glühenden Leidenschaft und außerordentlicher Kontraste zu fördern.

Noch heute ist es undenkbar Sizilien zu besuchen, ohne sein evokativstes und imponierendstes Symbol kennen zu lernen.
1987 wurde der Ätna zum Regionalpark, um die in ihrer Schönheit einzigartige Natur zu schützen, da der Ätna eine spektakuläre Mischung aus Farbnuancen bietet, die vom Fuße bis zur Kraternähe, wo man die jüngsten Lavaströme bewundern kann, variieren.

Wenn man den Aufstieg auf den Vulkan über die verschiedenen ausgezeichneten Wanderwege beginnt, hat man die Möglichkeit zwischen Weinbergen, Obstgärten, Pistazien-, Haselnusspflanzungen und Ginsterfeldern zu spazieren und daraufhin, in der Nähe der Krater, wenn die Vulkantätigkeit es zulässt, die einzigartigen und unvergesslichen "Mondlandschaften" zu entdecken.

Besonders interessant ist die Pionier-Vegetation, die seltene bzw. ortstypische Pflanzenarten umfasst: Das gelbe Greiskraut des Ätna und den sizilianischen Tragant, die typisch für die trostlose Landschaft der Lava, die hauptsächlich aus schwarzem Basalt besteht, sind.

Die reiche Fauna, je nach Höhenlage, beinhaltet Wildkatzen (eine Art, der in Sizilien das Aussterben droht), Füchse, Steinadler, Sperber, Mäusebussarde, Wanderfalken und zahlreiche andere Vogelarten, deren Schauspiel dazu beitragen wird, Ihnen ein unvergessliches Erlebnis zu bereiten.

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